Omega 3 – Darum sind sie so WICHTIG!

Eicosopentaensäure (EPA) sowie auch Docosahexaensäure (DHA) bezeichnen zwei Omega 3 Fettsäuren mariner Herkunft (Fischöl und Krillöl). Ich bin mir fast sicher, dass dir Omega 3 ein Begriff ist. Immer wieder werden die wertvollen und überdies essenziellen Fettsäuren empfohlen aber nur die wenigsten wissen über Wirkung und Aufgaben bescheid. Dies möchte ich mit meinem Artikel ändern. In den folgenden Zeilen schauen wir uns genau an, für was Omega 3 Fettsäuren zuständig sind.


Erkenntnis, Entdeckung der Omega 3 Fettsäuren

Zu aller erst, woher kommen Omega 3 Fettsäuren überhaupt beziehungsweise woher weiß man, dass sie für unseren Körper so ungemein wichtig sind?

Anfang der Siebzigerjahre stellen Forscher auf einer Reise in Grönland fest, dass die dort lebenden Inuit-Völker kaum an Herzkrankheiten leiden. Für den damaligen Forschungsstand ein überaus überraschendes Ergebnis, ernährten sich die in Grönland lebenden Völker vorwiegend von fettreicher Meeresnahrung. Damals glaubte man zu wissen, dass eine fettreiche Ernährung verantwortlich ist, für die immer häufiger auftretenden Herzkrankheiten. Bei näherer Betrachtung der Nahrungsquellen welche der Bevölkerung Grönlands zur Verfügung stand, kamen die Forscher zu dem Schluss, dass es wohl gute als auch schlechte Fette gibt. Seit dieser wertvollen Erkenntnis wurden insbesondere die Omega 3 Fettsäuren intensiv erforscht und ihre positive Auswirkung auf unsere Gesundheit mit über 20`000 Fachartikeln belegt.


Aufgaben, Wichtigkeit von Omega 3 Fettsäuren 

EPA und DHA sind wie erwähnt mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie werden in den Membranen von Zellen eingebettet und verleihen ihnen mehr Funktionalität als auch Flexibilität. Ebenfalls nehmen sie eine wichtige Rolle wahr, für die Funktion von Zellproteinen. Unsere Nervenzellen brauchen ausreichend EPA und DHA um die korrekte Weiterleitung von Informationen sicherzustellen.

Fettsäuren der Gattung Omega 3 werden in entzündungshemmende Transmitter (Eicosanoide) umgewandelt, während Omega 6 Fettsäuren als Gegenspieler agieren und zu entzündungs-fördernden Botenstoffen transformiert werden. Ein Beispiel für entzündungshemmende Botenstoffe (Omega 3) ist beispielsweise Neuroprotectin D1. Bei diesem Thema stoßen wir zugleich auf eine sehr wichtige Aufgabe. Soeben haben wir gelernt, dass Omega 3 entzüdungshemmend wirkt, während Omega 6 entzündungsprozesse begünstigt. Demnach brauchen wir hier, unbedingt auf ein ausgeglichenes Verhältnis zu achten. Nun wäre es zu schön, wenn sich die beiden Fettsäuren gegenseitig dem Verhältnis anpassen und wir nichts dafür tun brauchen. In der Altsteinzeit war dies noch der Fall, leider hat sich seit da einiges verändert und besonders unser Essverhalten gleicht kaum der Nahrung aus der Steinzeit. Durch die vielen Fast Food Produkte und allgemein stark verarbeitet Lebensmittel, wird das Ungleichgewicht was die beiden Fettsäuren anbelangt immer grösser. Während im Normalfall ein Verhältnis von 1:1 vorherrschen sollte, kämpft der Durchschnittsbürger im Jahre 2017 mit einem großzügigen Mehr der entzündungsfördernden Omega 6 Fetten. Konkret bewegen sich Menschen, die nicht auf die Zufuhr der lebenswichtigen Omega 3 Fettsäuren achten, in einem Durchschnittsverhältnis von 7:1 zugunsten der Omega 6 Fettsäuren.

Wie du dies beheben kannst, werde ich im Verlaufe der folgenden Zeilen erläutern.


Omega 3 Index?

Mit nicht minder spannender Theorie geht es weiter und zwar dem Omega 3 Index. Der Omega 3 Index wird gemessen anhand der ärztlichen Entnahme von Blut, der anschließenden Isolation der roten Blutkörperchen (Erytrozyten) und der darauffolgenden Laboruntersuchung des Anteiles an DHA und EPA in den Zellmembranen. Der Index wird in Prozentsätzen festgehalten. Befindet sich der Index bei 8 oder mehr Prozent, kann von der größtmöglichen Schutzfunktion für das Herz ausgegangen werden. Liegt der Index hingegen bei unter 4 Prozent, zeichnet dies den schlechtesten Schutz und es besteht dringender Handlungsbedarf. Bei Interesse kann gerne mal der Hausarzt kontaktiert werden, für eine entsprechende Untersuchung.

Sollte nun ein Wert von unter 8% vorliegen, empfiehlt sich dringen eine Ergänzung oder aber der tägliche Verzehr von Omega 3 reichen Lebensmitteln (folgen).


Omega 3 und die Wichtigkeit für unser Herz!

Omega 3 Fettsäuren vermögen die Triglyzeridwerte verringern und tragen allgemein zu einer normalen Herzfunktion bei. Zu hohe Triglyzeridwerte stellen einen Risikofaktor für Herzkrankheiten dar und gelten in unseren Breitengraden schon länger als Problem. Die Reduktion bezüglich Triglyzeridwerte bewegt sich zwischen 18-30 Prozent.

Möchtest du mehr Infos bezüglich Triglyzerid, dann hinterlasse mir doch einen Kommentar.

Ebenso unterstützen EPA und DHA die Weiterleitung von nervlichen Impulsen unter den Zellen und somit kann bei ausreichender Versorgung auch die Entwicklung bzw. Komplikation bezüglich Herzrhythmusstörung eingeschränkt werden. Auch weiss man, dass Omega 3 Fettsäuren die Durchblutung fördern, was wiederum dem Herzen zu gute kommt.

Innerhalb der kardiovaskulären Forschung ist man noch immer dabei, Omega 3 und seine positiven Auswirkungen zu erforschen. Inwiefern Herzinfarkte und allgemeine Herzerkrankungen durch Omega 3 verhindert werden können, steht momentan auf wissenschaftlicher Ebene noch etwas zur Diskussion. Dies auch aus dem Grund, da sich Studien aus der Neuzeit nicht nur auf Omega 3 fokussieren, sondern auch Medikamente zur Behandlung verwenden. Dementsprechend mag das Omega 3 nicht mehr so groß herausstechen wie bei Studien in den Siebziger- und Achtziger-Jahren.

Auf jeden Fall sind Omega 3 Kapseln kein Ersatz bei ernst zu nehmenden Erkrankungen. Ich bitte dich bei Beschwerden rund um das Herz, immer direkt einen Arzt aufzusuchen. Fettsäuren sind „nur“ ein Baustein der Herzgesundheit und gelten nicht als Ersatz für eine Therapie.


Abnehmen mit Omega 3 Fettsäuren?

Ein Punkt welchen ich zwar behandle aber nicht in den Vordergrund stellen möchte!

Nicht wenige Studien wurden durchgeführt, um die Auswirkung von Omega 3 Fettsäuren auf das Abnehmen zu untersuchen. Insgesamt lässt sich ein Fazit schließen, dass Omega 3 Fettsäuren tatsächlich einen kleinen, positiven Effekt auf die Fettverbrennung haben. Im Schnitt liegt die Gewichtsreduktion nach 2 Monaten und 5-6 Gramm Omega 3 täglich bei knapp 0,6 Kilogramm. Kein herausragender Wert, kann aber durchaus als positiven Nebeneffekt betrachtet werden.


Die Psyche und Omega 3 Fettsäuren

Ja, auch was die Psyche anbelangt gibt es einige Studien zu Omega 3.

So sollen EPA und DHA folgende Aspekte positiv beeinflussen:

  • Die verbalen Fähigkeiten
  • Die mentale Flexibilität
  • Die Funktion der Arbeitsgedächtnisses
  • Die nonverbalen Gedankengänge

Auch kam eine Auswertung von 28 klinischen Studien zu dem Schluss, dass Omega 3 anscheinend die Symptome von Depressionen und Angstzuständen verbessern kann. Aber auch hier gilt wieder – Omega 3 ist kein Ersatz für Therapien oder Medikamente.


Omega 3 und die Krebsforschung

21 Studien kamen nach Auswertung zu dem Schluss, dass Omega 3 das Risiko für Brustkrebs bei Frauen die vermehrt Omega 3 zu sich nahmen, um 14% gesenkt werden konnte, verglichen mit Probanden mit einer schlechten Omega 3 Versorgung.


Schwangerschaft und Omega 3

Kinder welche sich im Mutterleib befinden, sind von der Omega 3 Versorgung über die Plazenta abhängig. Damit der Säugling über die Zeit ausreichend mit den wichtigen Fettsäuren versorgt ist, sind angehende Mütter gut bedacht, einer Ergänzung nachzugehen. Während dem Stillen soll die Ergänzung weiter beibehalten werden, damit die Fette via Muttermilch das Kind erreichen.


So, soviel vorerst zu Studien, Wirkungsfelder und allgemeiner Theorie. Sollten bei dir noch Fragen offen sein, kannst du diese gerne in der Kommentarfunktion hinterlassen. Kommen wir nun zu der Versorgung und täglichen Dosis der essenziellen Fettsäuren.


Zufuhr von Omega 3 Fettsäuren

Damit das Gleichgewicht zwischen Omega 3 u. Omega 6 wieder gewohnte Ausmaße annimmt, bist du gut bedacht auf eine Ergänzung oder aber Omega 3 reiche Lebensmittel zurückzugreifen. Allgemein empfehle ich jeder Person Omega 3 Kapseln im Haushalt zu führen. Grundsätzlich bist du gut versorgt, wenn du täglich auf deine 2 Gramm Omega 3 kommst. 2 Gramm entspricht in der Regel 2 Kapseln (Beispiel ist verlinkt).

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Wer Omega 3 vorwiegend über feste Lebensmittel zuführen möchte, sollte beachten, dass die Fettsäuren besser aufgenommen werden, finden sie den Ursprung in tierischen Lebensmitteln (Fisch). Pflanzliche Omega 3 erfüllen zwar ihren Zweck, jedoch kann unser Körper viel weniger davon umsetzten. Gleich im Anschluss, findest du eine Liste, mit sämtlichen Omega 3 Quellen. Mit den Angaben welche unter den jeweiligen Lebensmitteln vermerkt sind, kannst du in etwa ausrechnen, wie viel von einem Vertreter verspeist werden sollte, um die Dosis von 2 Gramm/Tag zu erreichen.

Thunfisch – Enthält 4923 mg Omega-3-Fettsäuren /100 g

Makrele – Enthält 2525 mg Omega-3-Fettsäuren /100 g

Lachs – Enthält 2285 mg Omega-3-Fettsäuren /100 g

Forelle – Enthält 893 mg Omega-3-Fettsäuren /100 g

Schellfisch – Enthält 251 mg Omega-3-Fettsäuren /100 g

Chia-Samen – Enthalten 19000 mg Omega-3-Fettsäuren /100 g

Leinöl – Enthält 52800 mg Omega-3-Fettsäuren /100 g

Walnüsse – Enthalten 10172 mg Omega-3-Fettsäuren /100 g


Wie bereits erwähnt, sollten Fragen offen sein, melde dich bitte via Kommentarfunktion bei mir. 


 

Posted by yvanbernet

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