Vitamin D – Fakten und Daten!

Vitamin D dürfte den meisten ein Begriff sein, als Vitamin welches durch Sonneneinstrahlung, konkret UVB-Lichteinstrahlung auf unsere Haut gebildet wird. Was hingegen viele, viele Menschen nicht Wissen – Dieses Vitamin ist ungemein wichtig und die Zufuhr sollte unter allen Umständen geregelt sein. So weiss man schon länger, dass besonders Übergewichtige eher zu einem Vitamin D Mangel tendieren. Möchtest du abnehmen, macht es laut Studien definitiv Sinn, diesen Mangel zu beheben. Wie DU einen Mangel gekonnt bekämpfen kannst und was es sonst so mit dem essenziellen Vitamin auf sich hat, entnimmst du den folgenden Zeilen.


Die Geschichte hinter Vitamin D

Vitamin D Mangel und die dadurch verursachten Mangelerscheinungen begleiten den Mensch schon lange. So ist auf Bildern rund um das 15. Jahrhundert anhand der Schädel und Armpartie auszumachen, dass Kinder wohl vermehrt mit einem Mangel das Licht der Welt erblickten. Im 16. Jahrhundert wurde das Ganze erstmals etwas konkreter mit der ersten Beschreibung der Rachitis. Die Beobachtungen wurden weitergeführt, bis man 1919 feststellte, dass Rachitis mit der Einstrahlung von künstlicher Ultraviolett-Strahlung bekämpft werden kann. Kurz darauf konnten Forscher beweisen, dass das natürliche Sonnenlicht, den selben Effekt ausübt. Etwa zur gleichen Zeit arbeitete Edward Mellanby mit Hunden und stellte diesbezüglich fest, dass sich im Lebertran ein Stoff befand welcher die Rachitis in die Schranken weisen konnte. Da zu diesem Zeitpunkt die Namen Vitamin A, B und C bereits vergeben waren, nannte er den Vertreter Vitamin D. Die exakte chemische Struktur wurde in den 1920 Jahren an der Universität von Göttingen nachgewiesen. Prof. Windaus welcher dieses Meisterstück zu verantworten hatte, erhielt dafür den Nobelpreis für Chemie im Jahre 1928.

Die Entdeckung von Vitamin D vermochte schon sehr viel verändern und da die Forschung auf dem Gebiet noch immer nicht erschöpft ist, darf man gespannt sein was die Zukunft mit sich bringt.


Rund um Vitamin D3 + D2

Vitamin D steht sowohl für das bekannte D3 als auch für Vitamin D2.

Vitamin D3 wird im Körper, konkret der Leber zu der im Blut vorkommenden Vorstufe, dem 25OHD (Calcidiol) umgewandelt. Wird der Spiegel anhand eines Bluttestes gemessen, misst man in der Regel also die 25OHD-Konzentration.

Vitamin D2 kommt in pflanzlichen Nahrungsquellen vor und wird oft und gerne als Nahrungsergänzung vermarktet, obschon es kein passender Ersatz für das natürliche, im Körper vorkommende Vitamin D3 ist.

Nach der Umwandlung von Vitamin D3 zu Calcidiol, steht ein weiterer Prozess an. Das 25OHD wird in den Nieren, Knochen, Neuronen oder Immunzellen zum eigentlich aktiven Vitamin D Hormon, dem Calcitriol (1,25(OH)2D3 umgewandelt.

Kurz in der Übersicht: Vitamin D3 wird via UVB-Licht Einstrahlung oder Nahrungsquellen bzw. Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen, anschliessen folgt die Umwandlung 25OHD, bevor es im Körper zu dem aktiven Hormon, dem Calcitriol umgewandelt wird.


Vitamin D Mangel bestimmen

Die Konzentration von Vitamin D wird wie bereits erwähnt, anhand des im Blut vorkommenden 25OHD bestimmt. Dies kann bei einem Arzt geprüft werden. Sollte der Spiegel unter 25 nmol/L liegen, bezeichnet dies eine Mangelerscheinung. In unseren Breitengraden leiden ca. 30% der Bevölkerung an einem Vitamin D3 Mangel und weitere 40% haben zu kämpfen mit einem geringen Spiegel der unter der Optimal-Menge von 75nmol/L liegt. Keine Frage, es besteht definitiv Handlungsbedarf und genau aus diesem Grund empfehle ich jeder Person, sofern sie nicht im freien arbeitet und den ganzen Tag der Sonnen ausgesetzt ist, Vitamin als Ergänzung zuzuführen.

Da es sich bei Vitamin D um ein fettlösliches Vitamin handelt und unser Körper eine Speicherung vornehmen kann, kann es dementsprechend auch zu einer Überdosierung bzw. Vergiftung kommen. Dies wird aber weder mit einer überdurchschnittlichen Besonnungs-Zeit noch mit der von mir vorgeschlagenen Ergänzungsdosis erreicht.

Die unter den behandelnden Medizinern aktuell weit verbreitete Meinung, das Sonnenlicht im Sommer in Deutschland wäre ausreichend um Vitamin D Vorräte anzulegen, deckt sich absolut nicht mit den gängigen Forschungsergebnissen.

Viel geschrieben und wenige Punkte die für Vitamin D sprechen erwähnt, dies ändern wir jetzt. Bevor ich auf Dosierung, Aufnahme und co. eingehe, möchte ich dir aufzeigen, warum Vitamin D3 so wichtig ist.


Vitamin D – Knochendichte

Vitamin D ist ungemein wichtig für die Knochen. Dies ist auch der Grund, weshalb Kinder in unseren Breitengraden zwischen 0 bis ca. 2 Jahre Vitamin D verabreicht kriegen. Vitamin D führt zu einer Verhinderung der bereits angesprochenen Rachitis und beugt im Zuge dessen eine Knochenerweichung vor. Unter dem Abschnitt rund um die Geschichte von Vitamin D, habe ich erwähnt, dass die Knochendichte bei Kleinkindern rund um das 15. Jahrhundert ein weitverbreitetes Problem darstellte. Hätte man Vitamin D und seine Wichtigkeit bis heute nicht entdeckt, würde dieses Problem wahrscheinlich noch immer auftreten.


Vitamin D – Immunsystem

Sowohl das adaptive als auch das angeborene Immunsystem werden durch Vitamin D beeinflusst. Das Adaptive-Immunsystem entwickelt sich im Laufe der Zeit aus dem angeborenen Immunsystem und weiss sich den gewohnten Krankheitserregern bestimmter Zonen anzupassen. Die Produktion körpereigener antiviralen und antibakteriellen Proteine wird durch Vitamin D angeregt. Ebenfalls interessant bezüglich Immunsystem und Vitamin D, ist der Fakt, dass Vitamin D antiinflammatorische (antientzündliche) Eigenschaften aufweist. Dies da es die Entstehung von TH1 Zellen reduziert und die der TH2 anregt. TH2 Zellen weisen eine wichtige Funktion in der parasitären Abwehr auf und produzieren entzündungshemmende Botenstoffe.

Aktuell ist man dabei, Vitamin D und seine Auswirkungen auf eine Blutvergiftung zu untersuchen. Die Forschung möchte dahingehend herausfinden, ob Vitamin D als Vorbeugung von Blutvergiftungen und dem daraus resultierenden septischen Schock eingesetzt werden kann.

11 Studien kommen zudem zu dem Schluss, dass Vitamin D das Risiko rund um Atemwegsinfektionen (Erklätung, Schnupfen, Influenza) halbiert, sofern regelmässig eingenommen. Vereinzelt gab es aber auch Studien, die diesbezüglich keinen positiven Effekt ausmachen konnten.


Vitamin D – Krebsvorbeugung

Das aus dem Vitamin D gebildete Hormon Calcitriol, unterdrückt die Krebsbildung in dem sie die Zellteilung als auch die Robustheit von Krebszellen mindert. Ebenso soll das Hormon die Bildung von Blutgefässen rund um den Tumor schwächen und die Aggressivität als auch die Verbreitung unterdrücken.

Eine Studie kam diesbezüglich zu dem Schluss, dass das Sterberisiko bei Krebspatienten mit niedrigem 25OHD-Wert auf das 1,7-fache ansteigt im Vergleich mit Patienten welche hohe Vitamin D Blutwerte vorweisen konnten.

Es muss unter diesem Abschnitt jedoch auch erwähnt werden, dass Studien bezüglich Vitamin D und Krebs häufig auch Anlass für Kritik sind. Im Endeffekt sind die Auswirkungen immer von der Dosis abhängig und es lässt sich kein eindeutiges Bild zeichnen. Nichts desto trotz, rate ich jedem der Interesse an dieser Thematik hat, das ganze mal mit einem Arzt ausführlich zu thematisieren und anzuschauen.


Vitamin D – Sportliche Leistung

Schon früh stellte man fest, dass Sportler welche mit UV-Lampen behandelt wurden, eine Steigerung der Muskelkraft so wie auch des Herzkreislauf-Systems aufweisen konnten. Laut Studien kann Vitamin D die Muskelkraft steigern, führt jedoch nicht zu mehr Muskelumfängen. Am meisten profitieren laut der Wissenschaft Senioren, die zuvor eher unter dem Normalwert von Vitamin D lagen.

Auch gibt es eine Studie welche das Vorkommen von Vitamin D bei verletzen Sportlern aus der American Football Liga analysierten. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass Verletzungen eher auftreten, liegt ein Vitamin D Mangel vor. Dies ist wiederum zurückzuführen auf die Eigenschaft bezüglich Knochendichte.


Vitamin D – Herzkreislauf

In einer Studie wurde der Effekt von Vitamin D auf den Blutdruck unter die Lupe genommen. Die Teilnehmer welche von einer Behandlung unter einer Sonnenbank profitierten, wiesen in Folge des Vitamin D anstiegst einen verringerten Bluthochdruck auf. Zudem kam man zu dem Schluss, dass Vitamin D die Ansammlung von Schaumzellen und die Entzündung von Blutgefässen verhindern kann.

Es gilt aber immer zu beachten, dass Vitamin D kein Ersatz für eine medikamentöse Behandlung darstellt und lediglich als Ergänzung dienen kann.


Vitamin D – Abnehmen

Übergewichte und fettleibige Menschen weisen häufig einen Vitamin D Mangel auf!

Dies ist zum einen darauf zurückzuführen, dass mit der Zunahme von Körpergewicht die Fettmasse steigt und somit die Dosis um die gleiche Blutkonzentration wie bei schlanken Menschen zu erreichen, mehr Vitamin D fällig wird. Zum andern ist es nicht abzustreiten, dass fettleibige Menschen (BMI über 30) sich weniger in der Natur und der frischen Luft und somit UVB-Licht bewegen. Klinische Studien belegen hierbei einen positiven Effekt beim Abnehmen, sofern die Patienten zuvor an einem Vitamin D Mangel gelitten haben. Die Gabe von 1000-2000 I.E. Vitamin D täglich, vermochte die Körperfettreduktion unterstützen und verhalf im Anschluss das Gewicht (bei angepasster Ernährung) zu halten. Übergewichtige welche keinen Vitamin D Mangel aufweisen, werden von diesem Effekt kaum profitieren. Es ist jedoch so, dass Normalos sowie auch Übergewichtige häufig einen Mangel vorweisen (wie bereits erwähnt 30%).


Vitamin D – Winterdepression

Viel Menschen leiden besonders im Winter unter Antriebslosigkeit und Stimmungsschwankungen. Dies geht einher mit Vitamin D. Der Winter lädt kaum ein, sich an der frischen Luft zu bewegen und wagt man sich dennoch nach draußen, ist der Körper meist eingehüllt in dicke Jacken und Hosen. Somit wird die Vitamin D Aufnahme zum einen durch die fehlende Sonne und zum andern durch die dicke Kleidung behindert. Die Depressionen finden ihren Ursprung beim Vitamin D. Vitamin D regt die Umwandlung der Aminosäure Tryptophan zu 5-Hydroxytryptophan kurz 5-HTP an. 5 HTP ist die Vorstufe des Glückshormons Serotonin. Bedeutet, nur wenn ausreichend Vitamin D aufgenommen wird, ist der Serotoninspiegel in unserem Gehirn auf einen gewohnten Level und die Fröhlichkeit treibt durch den Tag. Weiter hat Serotonin viele entscheidende Einflüsse beim Abnehmen, diese behandle ich in einen weiteren Artikel.


Vitamin D – Schwangerschaft

Die zuständigen Institute befinden sich momentan in der Ausarbeitung einer Empfehlung für Schwangere. So kann bei einer Schwangerschaft ein Vitamin D Mangel dazu führen, dass Kinder eher mit Krankheiten wie Diabetes Typ 1, Keuchatmung oder einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom zu kämpfen haben.


Wie du siehst, bietet Vitamin D sehr interessante Wirkungsfelder und ein Mangel kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Nun gilt es noch zu klären, wo Vitamin D zu finden ist, wie viel Vitamin D du täglich brauchst und ob die Sonne allein ausreicht.


Vitamin D Zufuhr

Ich habe bereits erläutert, dass UVB-Licht die Produktion des essenziellen Vitamin D anregt. UVB-Licht ist in unseren Breitengraden, im Sommer, zwischen 10:30 und ca. 16:30 ausreichend vorhanden. Im Winter ist die Aufnahme aufgrund der Kleidung und der fehlenden Sonne erschwert. Die Wissenschaft besagt, dass im Sommer mindestens 20 Minuten Sonne notwendig sind, um ausreichend Vitamin D zu produzieren. Dabei muss aber beachtet werden, dass Sonnencremes mit Schutzfaktor die Aufnahme behindern. Im Winter empfiehlt sich unter jeden Umständen eine Ergänzung. Auch muss bedacht werden, dass UVB-Licht nicht durch die Fenster dringt und es daher zwingen notwendig ist, den Weg nach draußen aufzusuchen. Personen welche mich und meine Arbeit kennen, wissen dass ich ein Fan bin von Vitamin D via Nahrungsergänzungsmittel, warum dürfte durch die vergangenen Zeilen klar ersichtlich sein. Ich empfehle im Winter mindestens 2000 I.E und durch den Sommer, sofern man sich nicht im Strandurlaub befindet 1000 I.E.

P.s. Es gibt auch Lebensmittel welche Vitamin D enthalten, jedoch ist die Konzentration so gering, dass kaum ein positiver Effekt zustande kommt.

Meine Empfehlung bezüglich Vitamin D Kapseln: http://amzn.to/2r6LqtK

1 Kapsel = 1000 I.E


Ich hoffe der Artikel hat für dich einen Mehrwert geboten. Fragen gerne in die Kommentarfunktion.

 

Posted by yvanbernet

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